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Derzeit befasst sich das Regierungspräsidium mit der leuchtenden und teils auch bewegten Reklame in den Fenstern des Billigmöblers. Zudem erwägt die Stadt eine Klage gegen den Investor. Wegen des Verstoßes gegen das Baurecht hat die Stadt dem Sitzmöbel-Discounter die Leuchtreklame offiziell untersagt, allerdings ohne Erfolg. „Seats and Sofas hat dagegen Widerspruch eingelegt“, sagte Baubürgermeisterin Birgit Priebe. Nun liegt der Vorgang beim Regierungspräsidium in Stuttgart, die Stadt wartet auf die Entscheidung.

Im Gemeinderat will man diesen Zustand nicht mehr lange hinnehmen. Gegen die Werbeanlagen müsse man wohl rechtliche Schritte einleiten und zur Not auch klagen, berichtete die Baubürgermeisterin jüngst im Planungsausschuss. Hier gehe es auch um die Gleichbehandlung in Waiblingen, sprang ihr Sabine Wörner (SPD) zur Seite.

„Wir sind doch nicht in Las Vegas“

Ali-Chef Alfonso Fazio verwies auf die Gefahren für die Verkehrssicherheit, die von der blinkenden Reklame für Autofahrer ausgehe. „Auch die Investoren müssen Stellung beziehen“, forderte er. „Die müssen Einfluss nehmen und umsetzen, was wir beschlossen haben.“ Die Situation sei ausgesprochen unbefriedigend: „Man versucht, sich abzusichern, aber dann muss man Jahre warten, bis wieder Ordnung herrscht. Wir sind doch nicht in Las Vegas.“

Michael Fessmann (DFB) fand die Werbung dagegen weniger tragisch. Immerhin stehe beim nahen Obi-Baumarkt eine 30 Meter hohe Werbesäule, erinnerte er. „Und hier macht man so ein Fass auf.“ Dort gebe es aber keine Bewegung, erklärte die Baubürgermeisterin. Außerdem gehe es darum, dass der Bebauungsplan umgesetzt wird“, unterstrich Fazio.

Bewegte Werbung verboten

Aus diesem Grund hat sich die Stadt inzwischen an den Investor, die Activ-Group in Schemmerhofen, gewandt. Mit dieser wurde der städtebauliche Vertrag ausgehandelt, der für das gesamte Fachmarktzentrum ein klares Werbekonzept vorsieht. Danach sind Werbeanlagen mit bewegtem oder laufenden Licht für das Fachmarktzentrum westlich der Stuttgarter Straße ausdrücklich verboten. Die Activ-Group hat dies an ihren Mieter weitergegeben – doch auch in Schemmerhofen stieß man bei Seats and Sofas auf Granit.

Die Werbung läuft weiter

„Der Mieter darf die Werbung so nicht betreiben, wir teilen die Meinung der Stadt und haben es ihm untersagt“, sagte Prokurist Elmar Nothelfer auf Anfrage. Daraufhin sei die Werbung kurz abgeschaltet worden, laufe nun aber in veränderter Form weiter. Auch eine zweite schriftliche Aufforderung habe nichts genützt. Eine Klage werde die Activ-Group an den Mieter weitergeben.

„Wir möchten mit der Stadt ein gutes Verhältnis“, versichert der Prokurist, der seinem Mieter inzwischen eine Frist gesetzt hat. Ziemlich eilig hat es Roland de Hoog, Expansionsleiter Deutschland von Seats and Sofas, jedenfalls im Gespräch mit der Zeitung. „Wir werden uns zusammen mit der Stadt Gedanken machen, was wir jetzt machen“, kündigte er an. Ansonsten, sagt er, habe er keine Zeit, über das Thema zu reden.

Frühlingsfest an der Einkaufsmeile

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