Auflagen Für Gartenstühle

Von Jürgen Müller

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© Claudia Hübschmann

Leuben. Einen alten Baum verpflanzt man nicht, heißt es. Auch Sigrid und Lothar Gocke hätten sich nicht vorstellen können, noch einmal umzuziehen. Der 80-Jährige und seine zehn Jahre ältere Ehefrau wohnten seit 1992 in Striegnitz in einem Reihenhaus, das die frühere LPG in einem ehemaligen Bauernhof gebaut hatte. Mit viel Platz, Garten, Garage, Keller, Dachboden. Allerdings auch mit Treppen und Kohleheizung. „Irgendwann ging es nicht mehr. Der Kohlenschuppen befand sich 30 Meter vom Haus weg, auch die Treppen konnten wir nicht mehr steigen“, sagt Lothar Gocke, der einst wie seine Frau in der LPG gearbeitet hat, der letzte Bürgermeister von Striegnitz war. Dass sie in eine altersgerechte Wohnung umziehen müssen, war klar, doch wohin? „Die Kinder wollten, dass wir nach Riesa ziehen, doch das ist mit uns nicht zu machen. Wir haben unser ganzes Leben auf dem Dorf gelebt“, sagt die frühere Sekretärin Sigrid Gocke, die stark gehbehindert ist. Doch altersgerechter Wohnraum auf dem Lande ist rar. Auch deshalb hat sich der Kreisverband Großenhain entschieden, welchen zu schaffen, und zwar in Leuben. Die Gebäude der ehemaligen Schule wurden umgebaut.

Schon 2010 war man auf der Suche nach einem geeigneten Objekt gewesen. Vor allem durch die Hilfe des damaligen Bürgermeisters von Leuben-Schleinitz Gerhard Doleschal sei man fündig geworden, sagt Dr. Horst Heilmann, Vorstandsvorsitzender des DRK-Kreisverbandes Großenhain. „Bei näherem Hinschauen zeigte sich das Objekt jedoch als stark sanierungsbedürftig. Wir bekamen Zweifel, wussten nicht, was auf uns zukommt. Dennoch haben wir uns auf das Wagnis eingelassen“, so Heilmann. Jeder Weg beginne mit dem ersten Schritt, doch dass der Weg so lang sein werde, das habe man nicht erwartet. Zwar wurde 2011 der Kaufvertrag abgeschlossen, doch erst im April vorigen Jahres konnte mit dem Bau begonnen werden. Zahlreiche Hürden waren zu überwinden. So machte der Denkmalschutz Auflagen. Auch ein Grundstückstausch mit der Kirche habe sich sehr lange hingezogen. „Die ganzen Schwierigkeiten sind vergessen, wenn man die Gebäude jetzt sieht. Sie sind ein Hingucker geworden, werten den gesamten Ort auf“, sagt der DRK-Chef. So hat der Umbau einen weiteren positiven Aspekt. Eine Ruine in dem Ort ist jetzt verschwunden.

Im Juni wurden Tagespflege und Sozialstation eröffnet, jetzt sind acht altersgerechte Wohnungen und zwölf Senioren-Wohnungen mit Betreuung fertiggestellt und bezogen worden. „Ich freue mich, dass der Kreisverband Großenhain so viel Geld in die Hand genommen hat, um etwas für die alten Leute zu tun“, so Holger Löser, Präsident des DRK-Landesverbandes Sachsen. Insgesamt kostete der Umbau, für den es keine öffentlichen Fördermittel gab, rund 3,5 Millionen Euro. 300 000 Euro gab die Deutsche Fernsehlotterie dazu.

„Seit Jahren predige ich, dass von alten Leuten altersgerechtes Wohnen auf dem Lande gewünscht wird. Diese Leute wollen nicht in die Stadt. Ich freue mich riesig, dass sie in ihrem Umfeld bleiben können“, sagt Nossens Bürgermeister Uwe Anke (parteilos), der als Nebeneffekt gleich noch ein paar Nossener Einwohner bekommt. So wie die Gockes aus Striegnitz. „Langsam gewöhnen wir uns ein, meiner Frau fällt es aber schwerer als mir“, sagt Lothar Gocke. „Vor allem fehlen uns unsere Nachbarn, zu denen wir ein sehr gutes Verhältnis hatten, die uns immer geholfen haben“, ergänzt seine Frau. Die haben sie schon besucht. „Sie wollten sehen, wie wir jetzt wohnen“, sagt sie. Den Umzug haben die Kinder bewerkstelligt, doch das Paar musste sich von vielen Sachen trennen. „Da hat sich in 30 Jahren einiges angesammelt“, sagt Sigrid Gocke und lacht. Auch die sechsjährige Katze „Mieze“ ist mit umgezogen. Sie hat sich ganz schnell eingelebt.

Die Gockes sind froh, dass sie keine Treppen mehr steigen und nicht mehr heizen müssen. Und doch haben sie Sorgen. Für das Auto gibt es keine Garage mehr, sondern nur noch einen Stellplatz. Lothar Gocke zeigt auf die Gartenstühle, auf denen sie auf ihrer kleinen Terrasse sitzen. „Wo die im Winter hinkommen, wissen wir nicht.“ Immerhin, Kontakte zu den anderen Mitbewohner gibt es schon. Die alten Bäume wachsen in ihrer neuen Umgebung an.

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Leuben. Einen alten Baum verpflanzt man nicht, heißt es. Auch Sigrid und Lothar Gocke hätten sich nicht vorstellen können, noch einmal umzuziehen. Der 80-Jährige und seine zehn Jahre ältere Ehefrau wohnten seit 1992 in Striegnitz in einem Reihenhaus, das die frühere LPG in einem ehemaligen Bauernhof gebaut hatte. Mit viel Platz, Garten, Garage, Keller, Dachboden. Allerdings auch mit Treppen und Kohleheizung. „Irgendwann ging es nicht mehr. Der Kohlenschuppen befand sich 30 Meter vom Haus weg, auch die Treppen konnten wir nicht mehr steigen“, sagt Lothar Gocke, der einst wie seine Frau in der LPG gearbeitet hat, der letzte Bürgermeister von Striegnitz war. Dass sie in eine altersgerechte Wohnung umziehen müssen, war klar, doch wohin? „Die Kinder wollten, dass wir nach Riesa ziehen, doch das ist mit uns nicht zu machen. Wir haben unser ganzes Leben auf dem Dorf gelebt“, sagt die frühere Sekretärin Sigrid Gocke, die stark gehbehindert ist. Doch altersgerechter Wohnraum auf dem Lande ist rar. Auch deshalb hat sich der Kreisverband Großenhain entschieden, welchen zu schaffen, und zwar in Leuben. Die Gebäude der ehemaligen Schule wurden umgebaut. (…) Link zum Artikel: http://www.sz-online.de/nachrichten/schoener-wohnen-auf-dem-land-3770043.html

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