Esszimmerstühle Echtleder

Esszimmerstühle Echtleder

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Ob bequeme Wohnlandschaft, Ecksofa, Sofa, Recamiere, Sessel oder Lederstühle – Ledermöbel aus Echtleder sind immer Unikate, weil die verschiedenen Tierhäute unterschiedlich ausfallen. Während Ledermöbel aus schwarzem und weißem Leder dominieren, Braun- und Cognactöne immer angesagt sind, liegen jetzt auch Ledermöbel in Nude-Tönen im Trend.

Aufgrund seiner schönen Optik und Haptik wird Leder vielseitig im Wohnzimmer eingesetzt. Teppiche und Wohnaccessoires wie Kissen und Bilderrahmen und sogar Wandverkleidungen und Bodenbeläge aus Echtleder kommen zum Einsatz. Auch im Schlafzimmer muss es nicht immer Holz oder Eisen sein: Betten aus Leder sehen edel aus.

Die Verarbeitung von Leder verlangt hohes Können. Ein Ledersofa kann aus bis zu 200 Ledereinzelteilen bestehen. Dazu wird das Leder mit Schablonen in Handarbeit zugeschnitten und genäht. Es kommt allerdings auf das jeweilige Möbel an, ob es komplett mit einem Stück Leder oder mit einzeln genähten Teilen bezogen wird. Zum Design gehören auch die Nähte – Leder mit farblich abgesetzten Nähten sind bei Möbeln im Trend.

Als Naturprodukt bringt Leder viele gute Eigenschaften mit. Leder garantiert eine lange Lebensdauer, ist strapazierfähig und verhältnismäßig pflegeleicht. Die widerstandsfähige Oberfläche ergibt sich im Wesentlichen durch die Beschaffenheit des Fasergefüges, den Gerbprozess und die Pigmentierung (Leder schmutz- und wasserabweisend machen). Die Lichtbeständigkeit hängt von der Qualität der verwendeten Gerbmittel und Farbstoffe ab. Durch mechanische Dehnung (auch Stollen) wird Leder elastisch und weich.

Durch Licht und Sonne sowie Abnutzung verändert sich Leder im Laufe der Zeit. Ein Ledersofa entwickelt seine eigene Patina. Ledermöbel “reifen” also, was den besonderen Reiz ausmacht. Sehr ausgeblichenes Leder oder Leder mit kleinen Rissen oder Kratzern können Sie mit entsprechenden Mitteln selbst behandeln bzw. in Fachwerkstätten zur Reparatur geben.

Die Frage betrifft vor allem Sitzmöbel, wie Ledersofa oder eine Wohnlandschaft, die viel beansprucht werden. Glattleder mit einer Farbschicht (gedeckte oder pigmentierte Glattleder, Nappaleder) und Long Life Leder sind am leichtesten zu pflegen. Wasser perlt vom Leder ab, Fettflecke werden nicht aufgesaugt. Die Farbschicht schützt das Leder weitestgehend vor dem Ausbleichen. Für Familien mit Kindern und Haustieren sind Sitzmöbel aus diesem Leder perfekt.

Anilinleder ist deutlich empfindlicher. Auch wenn das Leder imprägniert ist, reibt sich diese Imprägnierung ab, und das Leder wird fleckenempfindlich. Flecken ziehen ein und lassen sich nicht mehr abwischen. Reiniger, die solche Flecken problemlos entfernen, gibt es nicht. Dieses Leder wird speckig und ist UV-empfindlich. Ein großer Vorteil bei diesem Leder, vom optischen Reiz einmal abgesehen, ist die weiche, warme Haptik. Wer sich für Anilinleder entscheidet, sollte auf jeden Fall ein dunkleres Leder wählen. Die UV-Empfindlichkeit bleibt bestehen, wenn das Leder nicht direkter Sonneneinstrahlung aussetzt wird.

Diese offenen und angeschliffenen Leder sind meist am empfindlichsten hinsichtlich Flecken, Speckigwerden und Ausbleichungen. Wie bei Anilinleder ist die Reinigungs- und Nachfärbemöglichkeit nicht gegeben oder stark eingeschränkt.

PU-Leder ist Leder oder Kunstleder meist in bräunlichen, rötlichen oder schwarzen Farben, das eine glänzende Oberfläche und eine Antikoptik aufweist. PU-Leder sind günstig im Preis, aber nicht besonders haltbar und wenig atmungsaktiv. Durch die starke Beschichtung fühlen sich die Leder kälter als unbeschichtete Leder und kleben eher an der Haut. Sitzmöbel aus diesem Leder eignen sich also eher für den seltenen Gebrauch, beispielsweise im Gästezimmer.

Hinweis: Alcantara oder Amaretta sehen zwar wie Leder aus, sind aber Ultramikrofasermaterialien (Synthetikmaterialien), welche eine lederähnliche Oberfläche haben.

Zur Behandlung von Leder gehören immer zwei Komponenten: ein Mittel für die Reinigung und ein Mittel für die Pflege. Seien Sie vorsichtig mit Kombipräperaten, die Reinigung und Nachfetten in einem anbieten. Denn zumeist enthalten diese Mittel Lösungsmittel, die die Oberfläche des Leders angreifen. Diese Tipps sollten Sie immer beachten:

Reinigen Sie glattes Leder am besten mit einer Neutral- oder Glycerinseife. Verwenden Sie diese möglichst aufgeschäumt und bearbeiten Sie nur kleinere Flächen. Der Schmutz sollte gleich mit einem Tuch aufgesogen werden.

Zum Entfetten können Sie eine 25-prozentige Essig-Essenz oder ein Leder-Reinigungsbenzin verwenden. Am besten wiederholen Sie den Reinigungsprozess mehrmals und lassen das Leder zwischenzeitig kurz trocknen. Eine Grundregel: Versuchen Sie niemals, das Leder mit Wasser zu reinigen.

Für Geschmeidigkeit und Glanz sorgen Lederfett und Pflegemilch. Glänzende Leder sind am besten mit einer Pflegemilch versorgt, während raues Leder idealerweise mit Imprägnierungen mit Fettanteil und UV-Filter behandelt wird. Vorsichtig sollten Sie mit Bienenwachs umgehen: Obwohl es bei einigen Lederarten besonders pflegend wirkt, verstopft es bei anderen Sorten die Poren. Wenn Sie synthetische Fette verwenden, können Sie diesen Effekt vermeiden.

Mit einem simplen Bezug aus Leder veredeln Sie einen schlichten Bauernhocker aus Holz. Ein Locher und ein Band aus Leder machen den Schönheitseingriff zum Kinderspiel. Und so geht’s:

 

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