Designer Gartenstühle

Seit einiger Zeit greifen Mitarbeiter des Hamburger Museums für Kunst und Gewerbe regelmäßig zur Gießkanne und bewässern einen Stuhl. Bis zum Eröffnungsabend der neu konzipierten Design-Ausstellung am Freitag, den 19. Oktober soll er groß genug sein, um seinem Betrachter ein Staunen zu entlocken. Denn das Möbelstück besteht nicht aus Metall, Spanplatten oder Plastik – sondern aus lebenden Bambuspflanzen, die durch ein Metallgestell in Form eines Stuhls wachsen. Das Möbel aus dem Gewächshaus, bei dasauge bereits vorgestellt, ist eines von vielen Exponaten, das den Besucher zum Nachdenken über Design anregen soll.

Designer Gartenstühle

Designer-Gartenstühle

„Wir versuchen, den musealen Kontext des Designs aufzubrechen“, sagt Kuratorin Claudia Banz am Mittwoch in Hamburg. An zwei außergewöhnlichen Ausstellungsstücken wird dieses Vorhaben besonders deutlich: Der ehemaligen, knalligen „Spiegel“-Kantine des Dänen Verner Panton und dem im Vergleich dazu schlichten Büro der Designlegende Dieter Rams. Beide Räume wurden im Ganzen an ihren alten Standorten abgebaut und im Museum wieder aufgebaut. Wer die Zimmer nacheinander betritt, begreift recht schnell, welche Welten zwischen verschiedenen Designs liegen können.

Ein weiteres Ziel der Ausstellung sei es auch, Fragen über Design aufzuwerfen, anstatt klare Vorgaben zu machen, sagt Banz. Deshalb sind die weiteren Exponate der Ausstellung, die aus dem Alltagsleben der Menschen stammen, weder chronologisch noch nach Stilrichtungen sortiert. Stattdessen wurden sie auf insgesamt fünf Denkräume zu den Themen Archiv, Nachhaltigkeit, Kommunikation, Subversion und Innovation verteilt.

Der natürliche Stuhl aus Bambus ist beispielsweise der Hingucker im Raum über Nachhaltigkeit. Er soll zeigen, dass die Knappheit von Ressourcen auch Designer zum Umdenken anregen kann. Weniger umweltfreundlich, dafür umso technischer präsentiert sich der Denkraum „Innovation“. Hier sieht der Besucher, dass elektrische Geräte im Laufe der Jahrzehnte immer kleiner geworden sind. So etwa das Radio, das in den 1930er-Jahren noch so groß und schwer war wie ein Handkoffer. Heute lassen sich die Hörer von Geräten berieseln, die kleiner sind als eine Kreditkarte – wie etwa dem iPod von Apple, dem angeblich meist verkauften MP3-Spieler der Welt.

Womit auch schon das Thema des dritten Denkraumes „Kommunikation“ angerissen wird. Dieser beschäftigt sich mit der Anziehungskraft von Markenartikeln. Der Raum kommt fast ohne Exponate aus, gibt dem Besucher dafür ein Potpourrie an Informationen über bekannte, große Marken an die Hand. „Hier wird gezeigt, dass Designentscheidungen zu Wirtschaftsentscheidungen werden“, sagte Banz. Im Raum „Subversion“ geht es hingegen nur ums Aussehen. Bei den dort ausgestellten Gegenständen steht die Form im Mittelpunkt, nicht ihre Funktion.

Alle Denkräume werden durch einen langen Flur miteinander verbunden. Er ist der fünfte Raum, das Archiv. Dort werden in einer 50 bis 60 Meter langen Vitrine mehrere hundert Design-Gegenstände ausgestellt – von Schmuck über Föne bis hin zu Geschirr. Die Dinge sollen dem Besucher einen Überblick über verschiedene Materialien und Formen geben, aus denen Alltagsgegenstände bestehen können. „Außerdem wird gezeigt, was ein Museum eigentlich sammelt“, erläutert Banz.

Die ausgestellten Stücke seien etwa ein Zehntel dessen, was die Sammlung des Museums hergibt. Aber auch die nicht verwendeten Stücke könnten in den nächsten Jahren noch zum Zug kommen: „Die Ausstellung soll sich weiterentwickeln, wir wollen da weiter am Ball bleiben“, sagt Museumsdirektorin Sabine Schulze.

Die „Sammlung Design und Spiegel-Kantine“ startet regulär am Samstag, dem 20. Oktober 2012 im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe. Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr, Donnerstag von 11 bis 21 Uhr. Der Eintritt kostet 8 Euro (ermäßigt 5 Euro), Donnerstag ab 17 Uhr 5 Euro; bis unter 18 Jahre ist der Eintritt frei.

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