barhocker klassiker

Start Up: Die beiden Gütersloher Reinhard Schubert und David Nagel wollen stylische und einfache Möbel aus Paletten auf dem Markt etablieren. Seit Mai sind sie mit ihrem eigenen Shop online

Barhocker Klassiker

Barhocker-Klassiker

Gütersloh. Paletten zum Transportieren, das ist der Klassiker. Paletten als Sessel, Sofa oder Barhocker noch nicht. Im Trend liegt man mit Möbelstücken aus Holzpaletten aber auf jeden Fall. Die beiden Gütersloher Reinhard Schubert und David Nagel sind auf diesen Trend aufgesprungen. Mit ihrem Online-Shop “Holz to go” haben sich auf ausgefallene Möbel aus Holz spezialisiert.

Das Konzept dahinter: Nagel und Schubert verschicken die einzelnen Holzteile, der Kunde schraubt sie sich selbst zusammen. Eine Anleitung mit dreidimensionalen Schaubildern gibt’s dazu. “Uns war wichtig, dass die Möbel einfach und schnell auf- und wieder abgebaut werden können. So können sie auch mal mit umziehen”, sagt Schubert und lacht. Und wenn das Palettensofa oder der Palettensessel irgendwann dann doch ausgedient habe, könne man sie nachhaltig entsorgen.

Ende 2014 entstehen die ersten Muster der Paletten-Möbel. Stühle und Tische sind es damals, die Reinhard Schubert als gelernter Architekt entwirft. Es folgen die ersten Prototypen und Versuchsserien. Familie und Freunde müssen als Erste testen. Taugt die Paletten-Idee überhaupt etwas? “Es wurde viel gelobt, aber auch Kritik geäußert”, erinnert sich Schubert mit einem Schmunzeln.

Er feilt an den Entwürfen, spricht sich immer wieder mit Partner David Nagel ab. Anfang dieses Jahres steht dann das Programm: 25 Produkte aus Paletten gibt es mittlerweile von “Holz to go”. Seit Mai sind Nagel und Schubert damit online. Mit Erfolg, wie beide betonen. Sogar einen Auftrag aus Rheda-Wiedenbrück gab es schon. Knapp 250 Stühle und Beistelltische hat “Holz to go” zur Aktion Aloha und Ahoi in die beiden Städte gebracht.

Auf den ersten Blick vermutet man wohl nicht unbedingt ein Geschäftsduo hinter den beiden Güterslohern. Schubert, 66, Rentner. Nagel, 20, Student. Kennengelernt haben sich die beiden über Nagels Vater, Daniel Obeloer. Er ist Chef der Gütersloher Holzfirma Rekersdrees und beliefert Reinhard Schubert schon seit Jahren mit Kaminholz.

Schubert stellt der Firma sein Paletten-Möbel-Konzept vor. David Nagel ist sofort Feuer und Flamme für das Projekt. Er steigt mit ein. Schubert und Nagel gründen daraufhin eine Unternehmergesellschaft.

Der Altersunterschied bereitet den beiden keine Probleme. Im Gegenteil. Reinhard Schubert sieht darin einen Vorteil. “Herr Nagel ist doch viel näher an unserer Zielgruppe. Wir machen junge, trendige Möbel. Den Draht zu dieser Zielgruppe kann er durch die ganzen sozialen Medien doch ideal herstellen”, sagt Schubert.

Nagel ist als Student der Wirtschaftswissenschaften vor allem für Marketing und Vertrieb zuständig. Sein Fazit der ersten drei Monate fällt positiv aus, fast besser, als er erwartet hätte. Denn: “Tatsächlich ist unsere Zielgruppe doch breiter, als wir vorher gedacht hatten”, sagt Nagel. Familien, Studenten, Firmen – die Liste der Besteller sei bunt. Partner Schubert ergänzt: “Paletten sind einfach in. Und diesem Zeitgeist wollen sich viele anpassen.” Diskutiert wird bei Schubert und Nagel aber auch. Mal länger, mal kürzer. Bis jetzt konnte sich das ungleiche Duo aber immer einigen. Sie ziehen an einem Strang, stehen zu hundert Prozent hinter ihrer Idee.

Am besten laufen derzeit Stühle und Tische. Aber auch Kindermöbel werden oft bestellt, so Schubert. Und Holz to go hat noch ein Ass im Ärmel: Barmöbel. Sowohl Hocker als auch Stehtische haben Schubert und Nagel im Angebot.

Das Geschäftsduo sieht einen großen Vorteil in ihrem Konzept: “Viele Start-Ups beginnen in kleinen Garagen oder irgendwo im Hinterhof. Das hat auch Charme. Wir haben aber Glück, dass wir auf schon bestehende industrielle Prozesse zurückgreifen können.” Denn: Die Unternehmergesellschaft Schubert und Nagel hat ihren Sitz bei der Firma Rekersdrees an der Dieselstraße. Sie produziert Holzpaletten für zahlreiche Firmen, unter anderem zum Beispiel für den Transport von Miele-Waschmaschinen. Schubert und Nagel nutzen das Material und den Maschinenpark der Firma für ihre eigene Produktion. “Besser geht es ja gar nicht”, sagt David Nagel, “so konnten wir ohne große Investitionen starten und die Synergieeffekte der bestehenden Produktion optimal nutzen.”

Auch, wenn sich David Nagel und Reinhard Schubert mit “Holz to go” mittlerweile ein Standbein aufgebaut haben, wollen die beiden sich darauf nicht ausruhen. Immer wieder haben sie neue Einfälle, wie sie ihre Marke bekannter machen könnten. “Für die Wintersaison planen wir zum Beispiel einen WG-Rabatt”, verrät Schubert.

Wohngemeinschaften können dann Fotos einsenden und die Möbel zu günstigeren Preisen ergattern. Auch einen Fotowettbewerb können sich Nagel und Schubert vorstellen. Und auch im Netz wollen die beiden jetzt noch aktiver werden. Denn: Demnächst soll es kurze Anleitungsvideos auf Youtube geben, damit ihre Kunden die Palettenmöbel noch einfacher zusammenbauen können.

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